Mag. Irene Lepingwell

Psychoanalyse und Psychoanalytische Therapie

Sondertarife für Studierende                 


 Kontakt:  i.lepingwell@gmail.com, Tel. 0676/4464243

Adresse: Lammgasse 7/10, 1080 Wien


Berufliche Qualifikation:

Studium der Pädagogischen Psychologie (Educational Psychology) an der Universität Illinois, USA (Abschluss 1993)

Studium der Psychotherapiewissenschaften an der Sigmund Freud Universität Wien (Abschluss 2010)

in Kooperation mit dem Psychoanalytischen Seminar Innsbruck (Abschluss 2011)

Weiterbildung:

2014 – 2016: Eltern-Kleinkind-Therapie, Wiener Psychoanalytische Akademie

2018: EMDR- Ausbildung, EMDR Institut Austria


    

Wie funktioniert es?


Grundsätzlich geht es in der Psychoanalyse und in der psychoanalytischen Therapie um Selbsterkenntnis. Der Prozess an sich ist einfach: es ist ein Gespräch zwischen zwei Menschen, dem Patienten und dem Therapeuten, aber kein gewöhnliches Gespräch. Der Patient wird aufgefordert, alles zu sagen, was ihm durch den Kopf geht. Der Therapeut hört zu, fragt gelegentlich nach, äußert gelegentlich eigene Gedanken und Einfälle. Zusammen versuchen sie, versteckte Bedeutungen und Antriebe im Leben des Patienten zu erforschen. Man geht davon aus, dass je besser man sich selber versteht, desto erfolgreicher kann man Probleme bewusst lösen. In Worten von Sigmund Freud, besteht die Aufgabe der Psychoanalyse darin, das Unbewusste bewusst zu machen.

Darüber hinaus, ist eine Psychotherapie vor allem eine menschliche Begegnung. Es zählt nicht nur das Gesagte, sondern auch das gemeinsam Erlebte. Eine der Grundannahmen ist, dass man sich in der therapeutischen Beziehung anders erlebt als sonst, und dass diese Erfahrung, ob besprochen oder nicht, zur Erweiterung der Selbstkenntnis beiträgt.


Wie geht man mit Symptomen um?

Zugegeben kommt man in der Regel nicht wegen Selbsterfahrung in die Therapie, sondern weil man im Leben Schwierigkeiten erlebt, die sich durch andere Hilfestellungen nicht lösen lassen. Die können verschiedener Natur sein, wie etwa Schlaflosigkeit, Ängste, Stimmungsschwankungen, oder auch Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder befriedigende Beziehungen zu führen. In psychoanalytischer Therapie wird in der Regel nicht direkt an konkreten Schwierigkeiten gearbeitet: man geht davon aus, dass der Mensch ein kompliziertes Wesen ist, und dass verschiedenste Lebensaspekte miteinander verbunden sind. Ein Problem in einem Bereich könnte seine Ursache in einem anderen haben. Deswegen wird immer der ganze Mensch behandelt, mit allen seinen Lebensbereichen. Ein Symptom ist oft die einzige Möglichkeit, in der ein wichtiger innerer Konflikt zum Ausdruck kommt; wenn man sich besser versteht, kann man auch bessere Lösungen für innere Konflikte finden, womit die Symptome abklingen, weil sie nicht mehr „gebraucht“ werden.


Behandlungsdauer und Setting

Die psychoanalytische Methode bietet keine schnellen und einfachen Lösungen: was angestrebt wird, ist eine innere Änderung durch Selbsterkenntnis. Wie lange eine individuelle Therapie dauert, ist sehr unterschiedlich, und kommt darauf an, was man damit erreichen will. In der Regel soll man wenigstens mit einem Jahr Therapie rechnen.

Heute ist die Psychoanalyse weniger an ein bestimmtes Setting gebunden: ob man sitzt oder auf der Couch liegt, und wie oft die Sitzungen stattfinden, wird immer individuell entschieden und kann sich im Laufe der Therapie ändern. Die Bezeichnung „psychoanalytisch“ bezieht sich mehr auf die innere Einstellung als auf das „klassische“ Setting.


Lesenswertes: Tilman Moser, Kompaß der Seele: Ein Leitfaden für Psychotherapie-Patienten. Suhrkamp Verlag, 1985.