Eltern-Kleinkind-Therapie

Frühe Elternschaft kann und soll eine befriedigende Zeit sein. Nicht selten jedoch wird diese Zeit durch Schwierigkeiten beeinträchtigt, die den Eltern Sorgen bereiten. Häufige Probleme, wie exzessives Schreien im Säuglingsalter sowie Schwierigkeiten mit dem Essen, Schlafen oder Trennungen können sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern Erschöpfung und Frustration schaffen und die Freude an einander verderben. Obwohl sich diese frühe Schwierigkeiten manchmal von alleine lösen, erweisen sie sich häufig als hartnäckig und erscheinen in verschiedenen Formen wieder, je nach dem aktuellen Entwicklungsstadium.

Oft machen Eltern die Erfahrung, dass der Umgang mit ihrem Baby starke Gefühle in ihnen auslöst und alte Empfindlichkeiten zurück bringt. Die Gefühle des Säuglings, mit ihrer Intensität, wecken oft entsprechend intensive Gefühle in den Eltern, sodass sich diese hilflos, frustriert, verwirrt und bedürftig fühlen. Dies wiederum kann Angst und Scham auslösen, sodass die Eltern sich veranlasst fühlen, ihre eigenen Gefühle und die ihrer Kinder zu verleugnen, was öfters zu verfestigten Teufelskreisen führt.

Psychotherapie mit Eltern und Säuglingen bzw. Kleinkindern befasst sich mit solchen Schwierigkeiten. Sie ist indiziert, wann immer Kinder und Eltern das Leben über längere Zeitstrecken schwer finden und ihr Zusammensein nicht richtig genießen können, unabhängig von konkreten Schwierigkeiten. Sie ist in Betracht zu ziehen, wenn die Eltern auf Dauer mit Gefühlen von Frustration, Angst oder Ärger konfrontiert sind. Die gemeinsame Arbeit ist oft kurz, weil sich die ungünstigen Muster noch nicht all zu sehr verfestigt haben.

Die Therapie erfolgt mit Eltern und Kindern zusammen. In den ersten Sitzungen versuchen wir, die aufgetretenen Schwierigkeiten zu verstehen. Der Schwerpunkt liegt sowohl bei den Bedürfnissen des Kindes als auch der Eltern. Die therapeutische Arbeit besteht darin, dass man gemeinsam darüber nachdenkt, wie die Probleme, mit denen die Familie konfrontiert ist, entstanden sind, und welche Bedeutung diese für das Kind und für die Eltern haben.

Nach ca. fünf bis zehn Sitzungen wird die Situation neu eingeschätzt und wir überlegen, wir es am besten weiter gehen soll: ob die Therapie beendet oder noch einige Zeit weiter geführt wird, oder ob eine Einzeltherapie für das Kind bzw. für einen Elternteil oder beiden Eltern, oder eventuell eine Paartherapie für die Eltern sinnvoll wäre.

Unser Anliegen ist, die Hindernisse zur gesunden emotionalen Entwicklung und Freude aneinander aus dem weg zu räumen.  

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